Armin Wenge

Kommentar

///Zur Person

Dipl.-Ing. Armin Wenge

Geschäftsführer

delphi Lebensmittelsicherheit GmbH

Kontakt:

a.wenge@delphi-online.de

Wie reagiert man auf die Vorfälle in Kanada?

Lesen Sie die Empfehlungen von Dipl.-Ing. Armin Wenge zum Thema:


„Abgepackte Blattsalate sind Risikoprodukte“

Diese Aussage muss die Hausfrau heutzutage in ihr Ernährungswissen aufnehmen. Schade, denn es wäre doch schön, wenn gesunde Ernährung auch in allen Facetten gesund ist. Was nutzt einem die richtige Ernährung in Bezug auf Nährstoffe und Kaloriengehalt, wenn man hinterher durch Darmbakterien darnieder liegt.

Warum ist das so? Salate können bereits auf dem Feld mit Tierkot in Berührung kommen, später beim Waschen oder der Verarbeitung in der Industrie mit Darmbakterien verunreinigt werden. Geschnittene Salate sind zudem empfindlicher als ungeschnittene Salate, die noch einen natürlichen Schutz gegen Keime haben. Zahlreiche Untersuchungen weisen hohe Keimbelastungen von Fertigsalaten auf, teilweise auch mit Darmbakterien. Nicht umsonst werden die verpackten Salate nur gekühlt mit kurzem MHD angeboten.

Diejenigen die nun die Salate kaufen und unachtsam damit umgehen; keine Kühlung - ggf. Missachtung des MHD; dürfen sich nicht wundern. So haben evtl. vorhandene Keime gute Wachstumsvoraussetzungen.


Was ist zu tun?

  1. Risikobewusstsein
  2. Lagerung im Kühlschrank
  3. Verzehren nach Möglichkeit vor Ablauf MHD
  4. Nochmal waschen, auch wenn es ein bereits gewaschener Salat ist
  5. Bei der Verarbeitung vernünftige Küchenhygiene (Händewaschen, eigene Utensilien)
  6. Keine Hauptmahlzeit für immunschwache Personen, u.a. Kleinkinder


Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko, ausschließen kann man es nie. Wer auf Nummer sicher gehen will verzichtet. In Anbetracht der Alternativen zum Fertigsalat eine lösbare Aufgabe.